Unser neuestes Fördermitglied “Fredericus Rex” hat uns einen seiner Figurensätze zur Begutachtung zugeschickt und wir wollen im Folgenden einen Blick auf den Inhalt der Packung werfen. Es handelt sich um eine sogenannte “Räderung”, eine im Mittelalter durchaus übliche Art der Hinrichtung. “Die Praxis wurde in Bayern erst 1813 vollständig abgeschafft, in Kurhessen war sie noch bis 1836 im Gebrauch. Die letzte bekannte Hinrichtung durch Rädern fand in Preußen 1841 statt. Der Raubmörder Rudolf Kühnapfe war wegen der Ermordung des Andreas Stanislaus von Hatten, des Bischofs von Ermland, verurteilt worden.” (Zitat von der Fredericus Rex-homepage)

Absolut bemerkenswert ist der hochfeine Guss der Weissmetallfiguren und des Zubehörs: Die Gesichter sprechen tatsächlich Bände und zählen zum Feinsten, was in 1:72 derzeit auf dem Markt ist; der Faltenwurf der Kleidung ist äusserst fein wiedergegeben und die beiden Einzelteile (Schwert und Kruzifix) weisen keinerlei Verzug oder Gussgrate auf!

 

Das ganze Figurenset schreit geradezu “Qualität” und ist bei einem Verkaufspreis von 17,50 Euro (hier erhältlich) wirklich jeden Cent wert!

Auch hier lautet unser Fazit wieder: Über Geschmack lässt sich durchaus streiten und ob eine solch martialische Szene auf Ausstellungen gern gesehen ist, wollen wir anzweifeln…

Was jedoch nicht anzuzweifeln ist: Die Gussqualität der kleinen Weissmetall-Miniaturen ist vom Feinsten und auch hier gilt das schon beim Pranger Geschriebene: Die einzelnen Figuren lassen sich auch bestens in andere mittelalterliche Szenerien einfügen.

Dr. Michael Brodhaecker, Modellbaufreunde Lingen (Juli 2012)

Be Sociable, Share!

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

DPMV-Archiv
Letzte Kommentare