Unter der Artikelnummer 04836 hat Revell in der letzten Woche den Bausatz der Heinkel He-111 H-6 im Maßstab 1:32 herausgebracht und unser Korrespondent Ralf Schuster hat einen ersten Blick in den riesigen Karton gewagt …

Historie:

Nach den großen Bauserien He-111 B und P wurde die He-111 H entwickelt, um in der Schlacht um England eingesetzt zu werden. Während die Varianten H-3 bis H-5 als Bomber und Schiffsbekämpfer eingesetzt und diverse Weiterentwicklungen vorgenommen wurden, flossen diese Weiterentwicklungen in die, ab Ende 1941 produzierte, Version He-111 H-6 ein.
Dieses Baumuster war mit zwei Jumo 211 F-1 Motoren mit je 1350 PS ausgestattet. Die Abwehrbewaffnung bestand aus einer 20mm MGFF Bordkanone und sechs 7,92mm MG-15 Maschinengewehren. Später wurde ein MG-15 durch ein ferngesteuertes 7,92mm MG-17 im Heck ersetzt.
Die H-6 konnte als Bomber oder Torpedobomber eingesetzt werden. Sie erhielt 2 ETC 2000/IX Unterrumpfaufhängungen um max. 2500 Kg Bombenlast oder 2 Lufttorpedos LT-F5b mitzuführen.
Es wurden 1775 Maschinen der H-6 gebaut und bis Kriegsende an allen Schauplätzen verwendet.

Zum Bausatz:
Die H-6 ist, nach der He-111 P-1, bereits der 2. Bausatz dieses Musters, den Revell in 1:32 herausgegeben hat.

Natürlich wurde der Motor samt Auspuff, Propeller und Verkleidung geändert. Weiterhin die Bereifung.
Auch liegen die ETC´s und die LT-F5b bei.

2x vorhanden: Der Spritzling für die Fahrwerkteile, die geänderten Motorgondeln und die Abwurfwaffen

Die Auspuffanlage – durch die Aufteiling der Bauteile und bei vorsichtigem Auffeilen offen darstellbar

Teile des Drehkranzes für den Rumpfrücken

Fahrwerkteile …

Gerätebretter für den Innenraum …

… und das Hauptgerätebrett – hier zahlt sich eine gute Bemalung und der vorsichtige Einsatz der beiliegenden Abziehbilder aus

Die Abwehrbewaffnung der Heinkel

Die Struktur der Ölkühler …

… und abschließend einige Details der Torpedos

Die Einzelteile wurden sauber und nahezu gratfrei gespritzt. Die Gravuren fein versenkt und Versätze sind nicht zu erkennen.
Einzig an den Propellerblättern habe ich Sinkstellen, die gegebenenfalls verspachtelt werden sollten, bemerkt.


Der Innenraum inkl. Cockpit ist gut detailliert wobei hier eventuell die Ausdrückmarken entfernt werden müssen, wenn man die Türen, Klappen oder Luken geöffnet darstellen will.


Die Klarsichtteile sind sauber und klar gespritzt.

Zu lackierende Bereiche sind mattiert.


Die Abziehbilder sehen toll aus, weisen keinen Versatz auf und wurden randgenau auf die Trägerfolie gedruckt.


Decals für die Cockpitinstrumente befinden sich mit auf dem Bogen. Leider keine Sitzgurte.

Die Bauanleitung ist, wie von Revell gewohnt, in viele kleine Bauabschnitte unterteilt und eindeutig in der Zuordnung:


Die Gurte sind auf dem Sitz dargestellt und sollten durch Eigenbau oder Zurüstgurte ersetzt werden.

Schade, dass die Reifen nicht in abgeflachter Form beiliegen.

Darstellbare Varianten:
• 5J+ER – 7./KG 4, „General Wever“ Stalingrad, Russland 1942 mit 2 SD 500 Bomben.
• 1H+GK – 2./KG 26, Norwegen, Juli 1942, geflogen von Lt. K. Hennemann mit 2 Lufttorpedos LT-F5b.

Fazit:
Nach dem Öffnen des Stülp-Kartons und der darin befindlichen Plastikfolien machen die Spritzlinge einen hervorragenden Eindruck.
Die oben genannten Punkte schmälern die Vorfreude auf den Bau dieses 50 x 70cm großen Vogels nicht, werden eher unter der Rubrik „Das ist eben Modellbau“ abgelegt. Hier hat Revell jede Menge Bastelspaß in die ca. 400 Bauteile gelegt.
Ich freue mich drauf!

Ralf Schuster, Stockelsdorf

 

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